Ein Traum namens pakilia: Die Geschichte von pakilia Silberschmuck.

Ein Rückblick aus der Perspektive von Julia Maier


Unser Verein pakilia wirkt! e.V. geht aus dem Fairtrade-Schmuckunternehmen pakilia Silberschmuck hervor, das seit 2012 Fairtrade-Silberschmuck aus Taxco in enger Zusammenarbeit mit über 20 lokalen Handwerksfamilien und zu fairen Konditionen verkauft.

Dieser Beitrag erzählt die Geschichte, wie ein junges, dynamisches Frauenteam ein Unternehmen gestaltete, das sowohl in Deutschland, als auch in Mexiko weite Kreise zieht,


Gründerin Julia 2011 in Taxco

Unser Studium der Internationalen BWL an der ESB Reutlingen führte uns für zwei Jahre nach Mexiko und brachte uns viele beeindruckende, faszinierende Begegnungen und Erfahrungen und jede Menge ganz normales Studentenleben. Um das Land besser kennenzulernen, nutzten wir viele Wochenenden zum Reisen und so landete wir zwei KommilitonInnen, Julia Maier und Simon Ruf, 2011 das erste Mal in Taxco - dem wunderschönen Bergstädtchen in Guerrero.


Die viele Silberkunst, für die Taxco auch als Silberstadt weit über die Grenzen Mexikos hinaus bekannt ist, kann man als Besucher nicht übersehen und sie zog uns beide direkt in ihren Bann.



Gespräche mit Kunsthandwerkern vermittelten einen ersten Eindruck von der Lage vor Ort: wenig Verkaufsmöglichkeiten, fehlende Kundschaft, großer Preiskampf unter dem die Qualität leidet, sogar Konkurrenzprodukte aus Billigproduktion in Fernost.

Hier keimte die Idee für pakilia auf — der Gedanke, dass es in Deutschland ganz bestimmt Menschen gibt, die Freude an dem Schmuck haben und Handarbeit sowie gute Qualität wertschätzen und die Idee, dass die Voraussetzungen zur Zusammenarbeit eigentlich perfekt sind: Das handwerkliche Geschick und Wissen von Seiten der Silberschmiede und der kaufmännische Hintergrund, sowie die Kenntnis beider Länder und Sprachen auf unserer Seite. Die Idee ließ Julia und Simon nicht mehr los und so kam es 2012 zur Gründung von pakilia — in Mexiko und in Deutschland. Der Name ist bis heute Konzept: pakilia ist Nahuatl und bedeutet „Freude geben“ — genau das wollen wir auf beiden Seiten: bei den Kunsthandwerkern und unseren KundInnen in Deutschland.

Im Spätsommer 2012 fand dann auch Miriam ins Team und war schnell durch und durch von dem Funken angesteckt: In ihrer Studienabschlussarbeit schrieb sie die erste Thesis über pakilia — unseren Business Plan. Heute noch eine tolle Lektüre für uns, ist doch die Grundidee die gleiche geblieben, auch wenn sich vieles natürlich ganz anders entwickelt hat.

Julia und Miriam 2012 in der Werkstatt bei Familie Santa.